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Elektroschrott in der EU: Zahlen, Fakten und die Herausforderungen

Die Menge an Elektroschrott in der Europäischen Union (EU) nimmt stetig zu. Mit der wachsenden Nutzung von Elektronikgeräten in den letzten Jahrzehnten hat sich auch das Problem der Entsorgung von Elektronikschrott verschärft. In diesem Artikel werfen wir einen genauen Blick auf die aktuelle Situation des Elektroschrotts in der EU und die Herausforderungen, die sich bei dessen Bewältigung ergeben.



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1. Die stetig wachsende Menge an Elektroschrott

Elektroschrott, auch bekannt als Waste Electrical and Electronic Equipment (WEEE), ist die am schnellsten wachsende Abfallkategorie in Europa. Die EU-Staaten verzeichnen jährlich eine immense Menge an Elektronikschrott. Im Jahr 2021 wurden in der EU etwa 13,5 Millionen Tonnen Elektronikgeräte auf den Markt gebracht, was einem deutlichen Anstieg gegenüber den 7,6 Millionen Tonnen im Jahr 2012 entspricht​.

Gleichzeitig stieg die Menge des gesammelten Elektroschrotts von 3,0 Millionen Tonnen im Jahr 2012 auf 4,9 Millionen Tonnen im Jahr 2021.


Hauptursachen des Anstiegs

  • Kurze Lebenszyklen von Geräten: Smartphones, Computer und Haushaltsgeräte werden oft schon nach wenigen Jahren durch neuere Modelle ersetzt. Dies führt zu einer enormen Menge an Geräten, die entsorgt werden müssen.


  • Technologische Weiterentwicklungen: Die rasanten Fortschritte in der Elektronikindustrie haben dazu geführt, dass viele ältere Geräte als veraltet gelten und schnell ersetzt werden.



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Quelle: siehe artikel ende


2. Das Recycling von Elektroschrott

Eine der größten Herausforderungen im Umgang mit Elektroschrott ist das Recycling. Zwar gibt es in der EU strenge Vorschriften zur Sammlung und Wiederverwertung, doch aktuell wird weniger als 40 % des Elektroschrotts in der EU ordnungsgemäß recycelt​. Der Rest landet entweder auf Deponien, wird exportiert oder auf inoffiziellen Wegen entsorgt, was gravierende Umweltprobleme verursachen kann.


Die Schwierigkeiten beim Recycling

  • Gefährliche Stoffe: Viele Elektrogeräte enthalten giftige Substanzen wie Blei, Quecksilber und Cadmium, die bei unsachgemäßer Entsorgung Umweltschäden verursachen können.

  • Komplexe Recyclingprozesse: Elektronische Geräte bestehen aus vielen verschiedenen Materialien (z.B. Kunststoffe, Metalle, Glas), die aufwendig getrennt und verarbeitet werden müssen.



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3. Die Rolle der EU im Kampf gegen Elektroschrott

Die EU hat in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Menge des anfallenden Elektroschrotts zu reduzieren und die Recyclingquoten zu verbessern. Ein zentraler Baustein ist die WEEE-Richtlinie (Waste Electrical and Electronic Equipment), die festlegt, dass Mitgliedsstaaten Systeme zur Sammlung und Wiederverwertung von Elektronikschrott einführen müssen.



Wichtige Maßnahmen der EU:

  • Ziele zur Sammlung und Wiederverwertung: Die EU hat spezifische Zielvorgaben für die Sammlung von Elektroschrott festgelegt. Bis 2025 sollen 65 % der auf den Markt gebrachten Elektrogeräte gesammelt und recycelt werden​


  • Kreislaufwirtschaft: Mit dem Green Deal und der Förderung der Kreislaufwirtschaft will die EU die Lebenszyklen von Geräten verlängern und das Recht auf Reparatur stärken. Dies soll dazu beitragen, die Produktion von Elektroschrott zu reduzieren.


4. Elektroschrottexporte: Ein globales Problem

Ein nicht unerheblicher Teil des europäischen Elektroschrotts wird illegal in Entwicklungsländer exportiert, wo er unter oft menschenunwürdigen Bedingungen recycelt wird. Schätzungen zufolge wird etwa 20 % des globalen Elektroschrotts jährlich illegal exportiert, wobei Europa eine der Hauptquellen ist​



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Folgen der Exporte

  • Umweltschäden: In Ländern wie Ghana oder Nigeria wird Elektroschrott oft unter unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen verbrannt, was schwere Luft- und Bodenverschmutzung zur Folge hat.


  • Gesundheitliche Risiken: Arbeiter, die in den informellen Recyclingzentren tätig sind, setzen sich täglich gefährlichen Schadstoffen aus, was langfristige Gesundheitsschäden verursacht.


5. Zukunftsaussichten: Was muss geschehen?

Um das Elektroschrottproblem in den Griff zu bekommen, bedarf es nicht nur strengerer Vorschriften, sondern auch eines Bewusstseinswandels bei den Konsumenten und der Industrie. Die EU hat den Weg mit ambitionierten Zielen und einer Reihe von Maßnahmen geebnet, aber es bleibt noch viel zu tun.


Mögliche Lösungsansätze:

  • Förderung langlebiger Produkte: Hersteller sollten dazu angehalten werden, langlebigere Produkte zu entwickeln, die leichter repariert und recycelt werden können.


  • Stärkung des Rechtes auf Reparatur: Durch den Ausbau von Reparaturdiensten und die Verpflichtung der Hersteller, Ersatzteile bereitzustellen, könnte die Lebensdauer von Geräten verlängert werden.


  • Verbesserte Sammelsysteme: Verbraucher müssen einfacher auf Sammelstellen zugreifen können, um sicherzustellen, dass Elektroschrott ordnungsgemäß recycelt wird.


Jemke Solutions – Gemeinsam gegen Elektroschrott

Bei Jemke Solutions glauben wir fest daran, dass die Reparatur und Wiederverwendung von IT-Geräten ein entscheidender Schritt zur Reduzierung von Elektroschrott ist. Anstatt defekte Geräte wegzuwerfen, bieten wir Dir professionelle Reparaturen für Computer, Laptops, Smartphones und andere Elektronikprodukte an. Durch die Verlängerung der Lebensdauer Deiner Geräte hilfst Du nicht nur, wertvolle Ressourcen zu schonen, sondern trägst aktiv zur Reduzierung des wachsenden Elektroschrottproblems bei. Gemeinsam können wir einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft leisten – lass Deine IT-Geräte bei uns reparieren und schone die Umwelt!


Fazit

Elektroschrott stellt eine der größten Herausforderungen im Bereich der Abfallwirtschaft in der EU dar. Trotz strenger Regelungen und Maßnahmen wird noch immer ein Großteil des anfallenden Elektroschrotts nicht ordnungsgemäß recycelt. Die EU hat jedoch den richtigen Weg eingeschlagen, um sowohl die Sammlung als auch das Recycling von Elektroschrott zu verbessern. Durch die Förderung einer Kreislaufwirtschaft, das Recht auf Reparatur und strengere Vorschriften kann der Elektroschrott nachhaltig bewältigt werden – doch das erfordert das Engagement aller Beteiligten, von den Verbrauchern bis hin zu den Herstellern.




Quellen:

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